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Panel 3: Geschäftsmodell: Star!|Neue Kooperationen für die Stars der Zukunft
Donnerstag, 5. Juni 2003, 13.00 – 14.30 Uhr
Die künftigen Superstars und ihre Entstehung im Starbusiness der Zukunft standen im Mittelpunkt des dritten Panels beim forward2business-Zukunftskongress 2003.
In einer beeindruckenden Präsentation stellte zunächst Mike McCready, Polyphonic HMI/Spanien erstmals in Deutschland seine neu entwickelte Hiterkennungssoftware Hit Song Science vor. Er überzeugte einen Großteil der Skeptiker von der Seriösität seines Produktes. Damit sei es möglich Songs nach verschiedensten Parametern so zu analysieren, dass sie mit den Charterfolgen vergangenen Monate und der letzten 50 Jahre vergleichbar werden.
Mit diesem System arbeite die Firma Polyphonic HMI bereits mit allen Majorfirmen in den USA und UK zusammen. Die Software habe den Erfolg der Grammy-Gewinnerin Norah Jones bereits Monate zuvor vorhergesehen. Gleichwohl sei es auch HSS nicht möglich, einen Charterfolg hundertprozentig vorherzusagen. Der Gewinn für die Labels liege allerdings vor allem darin, das HSS die Pleiten vorhersage: „The interesting part is so far we have never been wrong when we have told a major label not to relaese a certain song.“ Die versammelten Kongressteilnehmer erhalten die Gelegenheit „Hit Sing Science“ online zu testen.
Einen anderen Blick auf die Branche brachte Dr. Rolf Breitenstein, Thyssen/Krupp ein. Der ffizienzmanager des weltweiten Stahlunternehmens betrachtete das Starbusiness aus der Sicht der Meme. Diese Theorie geht davon aus, dass die Wünsche und Bedürfnisse der Kunden durch die virusartige Verbreitung von „Memen“, den kleinsten Informationseinheiten der Welt, entstehen. So sei der Push der „Superstars“ Küblböck & Co. eine perfekt inszenierte Memkette gewesen.
Breitenstein empfahl der Musikindustrie deswegen schnellstens von ihrem Glauben abzugehen, die CD sei ihr Produkt. Sie solle dagegen ihre Aufmerksamkeit allen anderen Produkten widmen, die auf irgendeine Weise mit Stars verkuppelbar sind. Als Beispiele nannte er wie Uhren, Schuhen, Jeans etc. Hiermit werde man in Zukunft wesentlich höhere Margen vom Bruttogewinn realisieren, prognostizierte Breitenstein.
Gareth Davies, Superb Management, betonte dagegen die immer größer werdende Rolle der kleinen Labels für das Musikbusiness des Zukunft. Für
seine Arbeit das „Superstars“-Phänomen keine Rolle. Dies sei eine „hermetische Sache“, die nichts mit seinem Bereich des Aufbaus von Künstlern zu tun habe. Dabei wiederum hätten die „alten A&R-Methoden“ lange nicht ausgedient. Es sei für die Majors schwieriger geworden, bei schrumpfendem Personal den Betreuungsstandard für ihre Masse an Künstlern zu halten. Deshalb würden kleine Firmen weiter an Bedeutung gewinnen.
Für die nahe Zukunft sagte er dem „Breakbeat“ als musikalischer Stilrichtung eine große Bedeutung voraus.





