Kongress
- Kongress 2008
- Kongress 2007
- Kongress 2006
- Programm 2006
- Dokumentation
- Panel 1 - Gesellschaft & Werte 2016: Nach den Monopolen – Die Rolle von Werten und Mythen in der Gesellschaft der Zukunft
- Panel 2 - Musik & Individualität 2016: „Undenkbare Koalitionen“ für die Musikindustrie der Zukunft
- Panel 3 - Radio- & TV-Evolution 2016: User-Driven-Media - Wie Web 2.0 und Semantic Web die Medienlandschaft verändern
- Panel 4 - Reklame und Marketing 20016: Communities als Geschäftsmodell - Wie Marketing in der Blog-Gesellschaft funktioniert
- Panel 5 - Mobile & Technologie 2016: Was kommt nach Handy-TV?
- Panel 6 - Musik & Experiment 2016: Commercial War Game - Die Musikindustrie zwischen Werten und Wild Cards
- Panel 7 - Games & Sinne 2016: Geschäftsmodelle für die Zeit nach dem Boom
- Teilnehmer 2006
- Referenten 2006
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- Kongress 2003
- Kongress 2002
Dokumentation 2006
Panel 5 - Mobile & Technologie 2016:
Was kommt nach Handy-TV? (Kopie 1)
Vor rund 2 Wochen erfolgte der Deutschland-Start von Handy-TV, welches gegen eine Zugangsgebühr von 10-15 Euro im Monat zu haben ist. Welche Geschäftsmodelle entstehen in diesem Kontext auf dem Handy? Was kommt nach Handy-TV? Kann man in 10 Jahren von seinem Kissen aus telefonieren und gleichzeitig auf der Gardine fernsehen oder Mails verschicken? Mit diesen Fragen und Zukunftsvisionen setzte sich auf dem 5. forward2business-Kongress in Halle an der Saale ein Panel mit Referenten aus der Handy- und Modeindustrie auseinander.
Martin Liss, Content Director der Mobiles Deutschland GmbH sah primär zwei Geschäftsmodelle für das Fernsehen auf dem Mobiltelefon. Das Erste beinhalte programmbegleitenden Inhalt. Das Klingeln aus dem Büro des Hauptdarstellers einer bekannten Krimiserie ließe sich problemlos als Klingelton herunterladen. Das andere Geschäftsmodell biete Premium Content an, also jede Form von exklusivem Mehrwert, für den der Konsument Geld ausgeben wolle. Auf die Frage, was der potentielle Handy-TV-Konsument sehen wolle, fand Riss eine ambivalente Antwort. Zum einen sei dies die Lieblingsserie in voller Länge, zum anderen aber kürzere und knackige Formate oder Sendungen, die in kleinen Sequenzen portioniert serviert würden. Die Produktionsfirmen würden hierbei relativ konventionellen Content anbieten. Interessante Angebote hingegen kämen von unabhängigen Produzenten. Wichtig sei allgemein, dass die Sender sich auf die neuen Entwicklungen vorbereiteten und über Digitalisierung und Video on Demand spezifische Angebote schaffen würden.
Die Zukunft der Entertainment-Industrie steckt in der Mode. In Textilien werde die Multimedia-Evolution konkret fassbar. Anschaulich wurde dieses Statement von Moderator Sven Gárbor Jánsky an einem Handyhandschuh, cen die schwedische Designerin Lena Berglin den versammelten Vertretern der Entertainmentindustrie präsentierte. Die Multimedia-Applikation könne sich allerdings auch in jeglichem anderen textilen Gegenstand, gleich ob Mütze oder Jacke, befinden. Eine weitere Funktion, die am Körper liegende Kleidung leisten könne, sei in einer Art von Bio-Monitoring den Herzschlag des Trägers zu messen, dies auf das Handy zu spielen oder unmittelbar dem Kardiologen weiterzuleiten, scherzte Zukunftsforscher Steinmüller. Fotografieren, sich den Weg via eines integrierten Navigationssystems anzeigen zu lassen, oder dass beim Fallenlassen in den Chefsessel automatisch der Computer startet: Berglin spielte mit einer Vielzahl verschiedener weiterer Nutzungsmöglichkeiten.
Was für Entwicklungspotentiale und Zukunftsgeschäfte bleiben den Endgeräteherstellern bei der enorm hohen Marktdurchdringung der Handys in Deutschland. Antworten hierauf lieferte Kai Froese, Business Manager Mobile TV bei Nokia Multimedia. Obgleich ihm eine Prognose für das Jahr 2016 schwer falle, mache er sich keine Sorgen aufgrund fehlender Innovationsaussichten, arbeitslos zu werden. Zudem wäre die Entwicklung bis dato so rasant verlaufen, dass dies Hoffnung auf mehr mache. Sei 2002 die Kamera in das Handy integriert worden sei, könne Nokia sich nunmehr als größter Kamerahersteller bezeichnen und habe renommierte Unternehmen gewissermaßen aus dem Markt gedrängt. Das Handy von heute und morgen sei ein Multimediacomputer, den man immer bei sich habe und auf dem man zudem sehen und hören könne, was immer man wolle, so Froese euphorisch.




