Kongress
Programm 2006
Mittwoch, 21. Juni 2006
17.00 | Begrüßung |
Gesellschaft & Werte 2016: Nach den Monopolen – Die Rolle von Werten und Mythen in der Gesellschaft der Zukunft Vorbei die Zeit als Gut und Böse noch klar zu unterscheiden waren. Wie einfach waren doch die Geschäftsmodelle, als es zwei Ideologien, einen Telefonanbieter, zwei-drei Elektronikhersteller, eine handvoll TV-Sender, Radios und Zeitungen gab. Doch nichts wird mehr so sein. Zuerst verschwanden die Ideologien. Dann gingen die Monopole. Demnächst löst sich mit IP-TV, Handy-TV und Radio die vertraute Medienlandschaft auf. Und mit ihr die herkömmlichen Mechanismen der Werbewelt. Anstelle der klaren Gut-Böse-Welt bringt uns die Zukunftsgesellschaft einen unbeherrschbaren Überfluss an Produkten, Anbietern, Informationen, Anschauungen und Theorien. Niemand weiß, welche Information wahr ist, welcher Sender echt, welche Marke gut und welche schlecht? Die zentrale Frage für Geschäftsmodelle der Zukunft wird die Frage nach den Werten sein: Welchen Werten vertraut der Kunde im Überfluss der Anbieter? Welche Rolle spielen Moral und Ethos für eine erfolgreiche Markenführung? Wie lassen sich Werte und Mythen für Geschäftsmodelle nutzen? | |
19.00 Uhr | Die Entertainmentvordenker auf dem Boot der Visionen |
20.00 Uhr | Eröffnungsabend am Ufer der Saale |
Donnerstag 22. Juni 2006
09.30 Uhr | "Reif für neue Ideen - das kreative Warm-Up" mit Jens-Uwe Meyer | |
Kreativer kann der Tag nicht starten! Ankommen und den Kopf auf neue Ideen einstellen. Der bekannte Ideentrainer Jens-Uwe Meyer ("Das Edison-Prinzip") zeigt Ihnen, wie Sie mit einem Power-Brainstorming in kurzer Zeit auf eine Vielzahl neuer guter Ideen kommen. Sie lernen die faszinierenden Denktechniken des Erfinders Thomas Edison kennen und erfahren, wie Sie sie geschickt für Ihren Erfolg nutzen können. Unser Warm-Up wird Sie motivieren, Neues zu wagen und Neues zu probieren. Der richtige Start für einen neuen Tag in der Zukunft der Entertainmentbranche! | ||
10.00 | Musik & Individualität 2016: „Undenkbare Koalitionen“ für die Musikindustrie der Zukunft | Radio- & TV-Evolution 2016: User-Driven-Media - Wie Web 2.0 und Semantic Web die Medienland-schaft verändern |
Es ist kein Geheimnis mehr: In einer Gesellschaft, in der die Lebensentwürfe immer individueller werden, in der der Wert des „Von-der-08/15-Masse-Abhebens“ für die Konsumenten steigt, haben jene Produkte Erfolg, die das Individualitätsbedürfnis befriedigen. Full-Service mit persönlichem Anspruch! Kein Problem für die Musikindustrie, sollte man meinen! Ist sie doch von jeher einer der individuellsten Wirtschaftszweige gewesen. Seit ihrem Bestehen produziert sie Produkte für meist kleinere, nahezu überschaubare Zielgruppen. Und doch sind es erneut andere, die der Musikindustrie vormachen, wie man gesellschaftliche Trends für erfolgreiche Geschäftsmodelle nutzt. Welche Ansätze gibt es in der Musikindustrie? Was kann sie von anderen Branchen lernen? Wer kooperiert mit wem? Welche Angebote werden der Musikindustrie gemacht?
| Als nächste Internet-Generation beschworen, als neuer Dot.com-Hype belächelt: Wie auch immer die Weiterentwicklung des Internet bewertet wird, sie verändert die Entertainmentwelt. Neue Webdienste von Podcasts und Blogs über RSS, Wikis und AJAX bis hin zu Google-Earth und Flickr bringen eine neue Qualität von Interaktion und Aktualität. Das Web wird vom Netzwerk vernetzter Dokumente zum Live-Medium. Nutzer produzieren ihre Inhalte selbst. Sie vertrauen der gegenseitigen Bewertung. Commenting, Blogging, Sharing, Tagging, Messaging werden zu „normalen Kulturtechniken“. Zukunftsmedien sind jene, in denen die User mitproduzieren. Wie definieren sich Radio und Fernsehen neu? Welche Werte sichern herkömmlichen Medien das Vertrauen? Welche neuen Märkte entstehen für Musik- und Filmproduzenten? Wie orientiert sich die Werbeindustrie auf die neuen Möglichkeiten? | |
| Dr. Marcel Engh, Vice President, Brand Partnerships & Business Development bei SONY BMG Music Entertainment, Continental Europe | Willi Schroll, Zukunftsforscher bei Z_punkt |
13.00 | Reklame & Marketing 2016: Communities als Geschäftsmodell – Wie Marketing in der Blog-Gesell-schaft funktioniert | Mobile & Technologie 2016: Was kommt nach Handy-TV? |
Stellen Sie sich Ihren künftigen TV-Telefon-Computer-Bildschirm vor und auf ihm die Frage: ‚Möchten Sie jetzt den neuen Harry-Potter-Film mit fünf bis sechs Werbeunterbrechungen auf SAT1, ohne Werbung in der BBC, für drei Euro bei Warner-Brothers-TV, ohne Werbung aber mit Sponsor-einblendungen auf Daimler-Crysler-TV oder in schlechter Kopierqualität bei einem chinesischen Sender sehen?’ Wie auch immer Sie sich entscheiden: herkömmliche TV-Werbung können Sie getrost vergessen. Ziel- und Altersgruppen werden durch neue Communities und Blogs ersetzt. Doch noch hat niemand Geschäftsmodelle dafür. Oder? Sind Blogs (ver)käuflich? Welche Werte prägen den Spirit der Communities? Welche Rolle spielen virtuelle Parallelwelten für Geschäftsmodelle der Zukunft? | Der große Hype dieses Jahres heißt Handy-TV! Von Bundesregierung bis Mircrosoft versprechen die Großen des Entertainments das Fernsehen aufs Handy zu bringen. Doch wer glaubt schon, dass Fernsehen auf dem Handydisplay mehr ist als ein Zwischenschritt der Entertainment-evolution? Nach dem Handy-TV werden Sie Musikclips, Filme und Werbungen für Auto-Windschutz-scheiben und Sonnenbrillen produzieren. Später werden Sie Kontaktlinsen tragen, die die Filme direkt auf die Netzhaut projizieren. Handys im Handschuh, Telefon im Kissen und der Entertainment-bildschirm in der Tapete. Für welche neuen Bildschirme produzieren Film- und Musikproduzenten künftig? Welche neuen Kooperationen entstehen? Was erwarten Mode und Möbeldesigner von den Filmproduzenten? | |
Klaus Eck, Geschäftsführer econcon und PR-Blogger | Martin Liss, Content Director Mobiles Fernsehen Deutschland | |
15.00 Uhr | Pressekonferenz und Vorstellung der Trendumfrage "Deutschlands Entertainmentzukunft" | |
16.00 | Musik & Experiment 2016: Commercial War Game – Die Musikindustrie zwischen Werten und Wild Cards | Games & Sinne 2016: Geschäftsmodelle für die Zeit nach dem Boom |
Die Gamer sind die Musterkinder der Entertainmentbranche. Steigende Umsätze, Rekordgewinne… Manch einer in der Musikindustrie schaut wehmütig herüber und erinnert sich an die ähnlich goldenen Zeiten vor einigen Jahren. Doch auch die Game-Hersteller wissen: Nach dem Gipfel geht’s stets erstmal bergab. Auch die Boombranche braucht Zukunftsvisionen, denn auch das Gaming wird in fünf oder zehn Jahren anders aussehen als heute. Wie sehen die Kinderzimmer der Gamer des Jahres 2016 aus? Sind Bilder und Töne in Games auf Dauer attraktiv genug? Wie arbeiten Game-Hersteller und Filmproduzenten zusammen? Wie kooperieren Gamestrategen mit Fashiondesignern und Möbelherstellern? | ||
Erneut werden sich beim forward2business-Zukunftskongress die Köpfe und Vordenker der Enter-tainmentindustrie einem Experiment unterziehen. Einem Spiel mit der Zukunft! Geleitet von einem der bekanntesten Science-Fiction-Autoren Deutschlands, werden Sie die Zukunft der Musikindustrie vorausdenken. Dabei werden Sie konfrontiert mit ungewöhnlichen Wild Cards. Wild Cards sind in der Zukunftsforschung plötzlich und unvorhergesehen auftretende Ereignisse, die den Lauf der Welt ändern. In diesem Jahr steht die Zukunft der Musikindustrie im Zentrum des Experiments. Das Besondere: Gefragt sind diesmal die Vordenker der angrenzenden Branchen. Wie sieht die Zukunft der Musikindustrie aus dem Blickwinkel der Computer-, Fashion-, Telekommunikations-, Medien- und Filmindustrie aus? Wer sieht sich als Kooperationspartner, wer als Konkurrent? Wer übernimmt welche Marktanteile? Seien Sie gespannt, wie Ihre Zukunft aus der Sicht der „anderen“ Strategen aussieht! | ||
Peter Mucha, Vice President GSA Activision | ||
20.00 | Award-Gala | |




