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Seit 6 Jahren treffen sich einmal im Jahr 200 ausgewählte Köpfe der Musik-, Film-, Medien- und Marketingbranche sowie Entwickler der Automobil-, Textil-, Computer- und Handyindustrie mit Zukunftsforschern, Trendexperten und Science-Fiction-Autoren. Sie versammeln sich auf der romantischen Burg Giebichenstein. Ihr Thema sind nicht abstrakte Megatrends und Trends. Vielmehr debattieren die Branchenköpfe, wie unsere Gesellschaft in 10 Jahren aussehen wird, welche Geschäftsmodelle der Zukunft neu entstehen und welche sich wandeln müssen!
Am 13. und 14. Juni 2007 trifft sich der ThinkTank zum nächsten Zukunftskongress. Heute sind die ersten Themen und Referenten vorgestellt worden. Weitere werden in den kommenden Wochen hinzukommen. Traditionell sind unter den Referenten die innovativen Köpfe der Branche und bislang unbekannte Visionäre mit ungewöhnlichen Geschäftsideen.
Überblick: Freundesavatare, Intelligenzsoftware und Marketingkrieg
Wie in jedem Jahr beginnt der forward2business-ThinkTank mit einer Vision des Jahres 2017. In welchen Häusern werden wir wohnen? Wie sehen unsere Autos aus? Wie die Wohnzimmer und Kinderzimmer? Einige der Prototypen dieser Geräte des Jahres 2017 werden zum Anfassen in exklusiven ShowCases präsentiert.
Einig sind sich die Trendforscher, dass die Entertainmentwelten 2017 eine Mischung aus realer und virtueller Welt sein werden. Schon heute arbeiten weltweit 10 ernstzunehmende Unternehmen an neuen virtuellen Welten, die noch in diesem Jahr zusätzlich zum Shootingstar Second Life auf den Markt kommen werden. Damit wird die Prognose immer wirklicher, dass das Internet künftig zu großen Teilen so aussehen wird wie heute SecondLife.
Über diese großen Linien wird der Leiter des ThinkTanks Sven Gábor Jánszky unter anderem mit Matthias Hartmann, Geschäftsführer von IBM Deutschland debattieren.
Avatare als Teil des menschlichen Ich-Bewusstseins?
Nachdem die virtuellen Welten in die reale Welt eingedrungen sind, wird sich die Entwicklung in den kommenden Jahren umdrehen. Nun dringt die reale Welt in die virtuellen Welten ein. Medienangebote wachsen mit Gamesanwendungen zu eigenen 3D-Welten zusammen. Daraus entstehen ernsthafte Fragen für unsere Gesellschaft: Werden unsere Kinder Avatare als Teil Ihres Ichs verstehen? Welche Gefahren birgt die Verschmelzung von realer und virtueller Welt? Wie ändert sich unsere Einstellung zu Körper und Bewusstsein?
Der ThinkTank wird erstmalig Vertreter jener Unternehmen begrüßen, die bereits heute an den virtuellen Nachfolgerwelten von SecondLife arbeiten. Christiane Luible, Forscherin am Virtual Human Lab in Genf wird eine Entwicklung vorstellen, mit der künftig unsere Kinder die virtuelle Kleidung ihrer Avatare real fühlen können.
Web 4.0: Der Mensch und sein Roboter
Viel war in den letzten Monaten von den neuen Möglichkeiten des Web2.0 die Rede. Der forward2business-ThinkTank legt den Fokus auf das Web3.0 und 4.0. Diese Geschäftsmodelle der Zukunft basieren auf Software-Agenten, die in unserem Auftrag das Internet durchstreifen, Kleidung kaufen, Informationen sammeln und unser Fernsehprogramm zusammenstellen. Die neue Qualität: Unser persönlicher Software-Agenten ist intelligent genug, sich mit anderen Agenten zu unterhalten und Hilfe zu bekommen. Solche Roboterassistenten für jedermann gibt es in Science-Fiction-Filmen schon seit vielen Jahren. Nun kommen sie nicht als „Roboter-Blechbüchse“, aber in Form von intelligenter Software. Die erwarteten Zukunftsentwicklungen in diesem Bereich und Möglichkeiten für Geschäftsmodelle der Zukunft wird Prof. Dr. Bodo Urban, Institutsleiter des Fraunhofer Instituts für Graphische Datenverarbeitung in Rostock präsentieren.
Fernsehrevolution 2017: Wie sieht Fernsehen ohne Programm aus?
Diese intelligenten Roboterassistenten könnten auch das Fernsehen der Zukunft bestimmen. Durch die neuen technologischen Möglichkeiten des Internet-TV wird sich die Fernsehlandschaft in den kommenden Jahren grundlegend verändern. Unbegrenzte Sender und Sendungen die über Internet übertragen und von allen Geräten überall per Internet abgerufen werden können. Rückkanal inklusive. Das bedeutet einen tiefgreifenden Wandel der Geschäftsmodelle des TV: Fernsehen wird zum Abrufmedium. Vorbei mit starren Programmschemen, erzwungenen Werbeblöcken und mit den herkömmlichen Strategien der Werbefinanzierung und Marketingindustrie. Die bisherigen Strukturen der etablierten Sender, ihr Workflow, ihr Marketing sind überholt. Welches dagegen die künftigen Geschäftsmodelle der Fernseh- und Filmindustrie sind, wird u.a. der Ex-Bavaria-Chef Dr. Thilo Kleine (heute Geschäftsführer Antares Media) debattieren.
Renaissance 2017 für Musikindustrie und Radio
Die geänderten Geschäftsmodelle für das Fernsehen könnten zum Totengräber des Radios werden. Wenn Radio und Fernsehen künftig auch mobil über IP-Protokoll übertragen und von jedem beliebigen Handy, Küchenradio, Badspiegel und Sonnenbrille empfangen werden können, dann brechen die bisherigen Geschäftsmodelle der etablierten Radiosender zusammen. Denn plötzlich sind tausende Radiosender empfangbar, Spartenprogramme aus aller Welt. Deutsche Lizenzen für UKW-Frequenzen sind alsbald Makulatur. Zudem sind gleichzeitig TV-Sender in Unmengen empfangbar und machen als „Bilder-Radio“ eine attraktivere Konkurrenz. Gleichsam infrage stehen auch die Geschäftsmodelle der Musikindustrie. Wie funktionieren deren Geschäfte, wenn Sie keine „Kontrolle“ mehr über ihre hassgeliebten Radiopartner ausüben kann.
Die Zukunfts-Geschäftsmodelle von Radio und Musikindustrie debattieren unter anderem Alexander Duphorn, Senior Vice President, VIACOM/MTV und Jan Geißler, Business Modelling Vodafone Deutschland. Ein Geschäftsmodell der Zukunft das Radiomoderatoren als Avatare auf das Handy bringt wird Alexander Stricker, Managing Director von Charamel präsentieren.
Demographiefalle 2017: Wie bleibt ihr Unternehmen kreativ?
Die Folgen des Alterns unsere Gesellschaft werden seit Jahren debattiert und abwechselnd in Horrorszenarien oder Lichtblicken beschworen. Inzwischen werden nicht wenige Geschäftsmodelle entwickelt, die uns künftige Alten mehr oder weniger sinnvolle Dinge für unser vieles Geld anbieten. Doch eine Frage ist unbeantwortet: Wie schafft es Deutschland, mit immer weniger jungen Menschen dennoch kreativ zu bleiben? Was können Unternehmen tun, um ihr Innovationsklima zu erhalten? Was lernen wir von Japan, dem Land das bereits heute unsere Demographieprobleme von morgen hat und dennoch für seine Kreativität berühmt.
Ungewöhnliche Perspektiven für Kreativitätsmodelle der Zukunft werden unter anderen N24-Finanzexperte Michael Mross, Kultstar unter Börsianern und Prof. Koji Ueda, Direktor des Japanischen Kulturinstituts mit den ThinkTank-Teilnehmern debattieren.
Marketingkrieg 2017: Wer verfolgt Käufer und Agenten?
Bislang sind die Erfolgsmodelle des Online-Commerce übersichtlich: Starke Marken ziehen die Nutzer an und animieren zum Kauf. Doch welche Rolle spielen Marken noch, wenn die Einkäufe und Medienprogramme der Nutzer durch Software-Agenten zusammengestellt werden? Mehr als starke Marken köntnen künftig strategischer Einfluss auf Plattformen und Agenten kriegsentscheidend sein.
Dabei werden Käufer bereit sein, ihr Verhalten von Marketingrobots beobachten zu lassen. Das Behavioral Targeting ist ein erster Schritt in diese Entwicklung. Hier wird schon heute das Surfverhalten von Kunden im Internet durch halbintelligente Software analysiert und damit persönlich zugeschnittene Werbung an die Zielperson gebracht. Die Nachfolger dieser Systeme könnten 2017 von den Kunden direkt gewünscht werden, wenn diese merken dass damit Werbung plötzlich nützlich wird und sie selbst Umsatzanteile aus von Ihnen empfohlenen Verkäufen erhalten.
Zukunftsmodelle des Marketings wird unter anderem Harald R. Fortmann, Geschäftsführer von advertising.com und Vizepräsident des Bundesverbandes Digitale Wirtschaft debattieren.
Personal Networking Assistance
Der forward2business-Zukunftskongress 2007 bietet erstmals eine so genannte Personal Networking Assistance an. Dabei werden ThinkTank-Teilnehmer durch die Teilnehmerbetreuerinnen des forward2business Büros persönlich miteinander bekannt gemacht. Insbesondere Teilnehmer, die ähnliche Interessen oder sich ergänzende Geschäftsmodelle haben und von denen die Experten im forward2business-Büro wissen, dass sich ein Kontakt für beide Seiten lohnen kann, werden miteinander persönlich ins Gespräch gebracht.
Veröffentlicht: 18. April 2007





