Markus Strecker

CTO, Interactive Wear


[ Biografie ]

Intelligente Kleidung der Zukunft – was können die Textilien im Jahr 2020?

„INTELLIGENTE KLEIDUNG ZUR ENERGIEGEWINNUNG“

Wer den Film „The Matrix“ kennt wird wissen, dass dort der menschliche Körper für die Energiegewinnung genutzt wird. Diese Zukunftsvision könnte schon bald Realität werden. Markus Strecker, CTO Interactive Wear, stellte in der Zukunftsuniversität neue und visionäre Technologien vor, die sich mit Alltagskleidung kombinieren lassen und daher als Wearable Electronics bezeichnet werden. Diese können in zweierlei Arten zum Einsatz kommen. Zur Energiegewinnung mit Hilfe der Kleidung und zur Ausstattung von Kleidungsstücken mit elektronischen Geräten.

Die Energiegewinnung könne zukünftig durch die Atembewegung sowie die der Arme und Beine erfolgen. Die Speicherung der Energie könne dann in Batterien und auch in Brennstoffzellen erfolgen, diese werden bis heute nur in der Automobilindustrie verwendet. Dadurch werde es möglich sein, elektronische Geräte jederzeit und an jedem Ort zu nutzen.

Zurzeit sei für Hersteller der Textilindustrie der Einsatz von Wearable Electronics bei der Sportbekleidung besonders interessant. Dort können die in die Kleidung integrierten  intelligenten Trainer den Sportler bei seinem Training unterstützen. Diese messen die physiologischen Werte wie Temperatur, Herzschlag oder Blutdruck und können ein dazu passendes direktes Feedback an den Sportler abgeben. Eine indirekte Steuerung des Verhaltens sei aber auch möglich. Sind die Werte, z.B. der Blutdruck des Sportlers, zu hoch, spiele der Trainer ruhigere Musik des ebenfalls integrierten MP3-Players ab. Der Sportler würde sich dann mit seinem Training der Musik anpassen, wodurch sich die physiologischen Werte stabilisieren.

Weitere Einsatzbereiche von Wearable Electronics seien denkbar. Die in die Kleidung integrierte  Elektronik werde im Medizinischen Sektor Anwendung finden. Dort könne die Kleidung die Tagesaktivitäten des Patienten messen. Dadurch wird eine genauere Therapie möglich sein, so Strecker. Im Sicherheitsbereich könnten Kleidungsstücke mit integriertem Handy einen Notruf und Positionssignale für in Not geratene Personen absetzen. Ein weiteres Verwendungsgebiet könne die Mode- und Designindustrie werden. Bald werde es möglich sein, Displays in Textilien zu integrieren, auf denen dann beispielsweise Videos laufen könnten. Dies würde eine umfassende Zusammenarbeit der Mode- und Unterhaltungsindustrie möglich machen. Kunden, die zukünftig ein T-Shirt kaufen, könnten dann gleich eine passende CD dazu bekommen.

 




 

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